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 Kalenderblatt 

 

 Rheinische Geschichte im Januar


     

    16.1.1814: Der preußische Kronprinz Friedrich Wilhelm, der spätere König Friedrich Wilhelm IV. (Regentschaft 1840-1858), besucht Köln und wird von Sulpiz Boisserée durch den Dom geführt

    Friedrich Wilhelm war fasziniert von dem Bau und sprach sich für den Weiterbau aus. Seit diesem ersten Besuch weilte er häufig in Köln. 1815 äußerte er den Wunsch, als preußischer Statthalter nach Köln zu gehen. Mit seinem Regierungsantritt als König 1840 begann die entscheidende Phase der Vollendung des Domes.

 

 

 

Weitere Ereignisse im Januar (12.1.-20.1.)

 

  • 12.1.1814: Die Verbündeten (Preußen, Russland und Österreich) vereinbaren in Basel "Generalprinzipien über die Organisation der Verwaltung in den von den alliierten Truppen besetzten französischen Provinzen"

    Darin wurden die grundsätzlichen Ziele der Verwaltung und die Neueinteilung der eroberten linksrheinischen Gebiete festgelegt.

  • 12./13.1.1814: Französische Truppen verlassen Bonn

    Sie hatten die Stadt seit dem 8.10.1794 besetzt gehalten.

  • 12.1.1882: Eröffnung der "Provinzial- Heil- und Pfleganstalt Bonn", heute LVR-Klinik Bonn

  • 12.1.1905: Die vier Bergarbeiterverbände wählen in Essen einen Siebenerausschuss, der als Leitung im Ruhrbergarbeiterstreik fungiert

    Der Streik war am 7.1.1905 auf der Bochumer Zeche "Bruchstraße" ausgebrochen, nachdem sich die dortige Führung gegen die Rücknahme einer Schichtzeitverlängerung gewehrt hatte. Am 16.1.1905 wurde in Essen der Generalstreik ausgerufen, der am 12.2.1905 beendet wurde.

  • 12.1.1989: Willy Schneider (geboren 5.9.1905 in Köln-Ehrenfeld), der "Sänger von Rhein und Wein", stirbt in Köln

  • 13.1.1814: Der russische General Ferdinand Freiherr von Wintzingerode (1770-1818) geht mit seinem Korps bei Düsseldorf über den Rhein

  • 13.1.1824: Johann Abraham Schaaffhausen (geboren 22.6.1756 in Köln), der Gründer des Schaaffhausenschen Bankvereins, stirbt in Köln

  • 13.1.1892: Erste Sitzung des "Kölner Frauen- und Mädchenbildungsvereins"

    Der sozialistisch orientierte Verein war die erste Frauenorganisation der Kölner Arbeiterbewegung; im Gegensatz zur bürgerlichen Frauenbewegung, die in der Bildung die Emanzipationschancen für Frauen sah, legte er den Schwerpunkt auf die Entwicklung des politischen Bewusstseins der Arbeiterinnen. Der Verein bestand zwei Jahre.

  • 13.1.1904: Gründung der Kölner "Akademie für praktische Medizin"

    Sie sollte gemäß der im Jahr zuvor in Kraft getretenen Ausbildungsordnung in einem praktischen Jahr jungen Medizinern die Kenntnisse und Fertigkeiten vermitteln, die diese für die Praxis benötigten. Sie war die erste ihrer Art in Deutschland und ein wichtiger Meilenstein für die Ausbildung der Ärzte. Eröffnung am 10.10.1904.

  • 13.1.1918: Im Rheinland werden Zugverbindungen gestrichen, um Eisenbahnkapazitäten für den Transport von Truppen und Lebensmitteln zu gewinnen

  • 13.1.1935: Saarabstimmung

    Nach dem Vertrag von Versailles sollte im Saarland, das politisch dem Völkerbundsrat unterstand und dem französischen Wirtschaftsgebiet eingegliedert war, nach 15 Jahren eine Volksabstimmung stattfinden, in der über die zukünftige staatsrechtliche Zuordnung entschieden werden sollte. Die Abstimmung ergab ein Ergebnis zugunsten der sofortigen Rückkehr zu Deutschland (90,8 Prozent gegenüber 8,8 Prozent für den status quo und 0,4 Prozent für Frankreich). Am 17. Januar beschloss der Völkerbundrat die Rückgabe an Deutschland, die zum 1. März erfolgte.

  • 14./15.1.1777: Brand des Bonner Residenzschlosses

    Die Löscharbeiten nahmen mehrere Tage in Anspruch. Der Großbrand, der weite Teile des weitläufigen Schlossbaus vernichtete, war eine spektakuläre Katastrophe, die in Gemälden und Radierungen der Zeit vielfach dokumentiert und durch so genannte Guckkastenbilder einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht wurde. Hier waren vor allem François Rousseau und Sohn Jabob tätig. Der Wiederaufbau, der sofort nach dem Brand begann, fand in bescheideneren Formen statt.

  • 14.1.1814: Russische Truppen erreichen Koblenz, die Franzosen verlassen die Stadt

  • 14.1.1814: Preußische und russische Truppen erreichen Köln, die Franzosen verlassen die Stadt

  • 14.1.1899: Gründung des "Vereins Mädchengymnasium zu Köln"

    Maßgeblich daran beteiligt war Mathilde von Mevissen, die 1904 Vorsitzende des Vereins wurde. Vorrangiges Ziel war die Errichtung eines humanistischen Mädchengymnasiums; am 5.7.1902 kam die Erlaubnis des preußischen Kultusministeriums, eine Schule mit einem auf sechs Jahre verteilten gymnasialen Lehrgang für Mädchen ab zwölf Jahren einzurichten. Ostern 1903 wurde in Köln das erste Mädchengymnasium Preußens eröffnet.

  • 14.-26.1.1943: Casablanca-Konferenz

    Zwischen dem amerikanischen Präsidenten Franklin D. Roosevelt (Amtszeit 1933-1945) und dem britischen Premierminister Winston Churchill (Amtszeiten 1940-1945, 1951-1955) und ihren Stabschefs wurde das Ruhrgebiet als Angriffsziel Nummer eins vereinbart. Die Luftoffensive (Battle of the Ruhr) gegen die "Waffenschmiede des Reichs" begann am 5./6. März und betraf 21 Großstädte, etwa 15.000 Menschen fielen ihr zum Opfer.

  • 15.1.866: In der Güterumschreibung Erzbischof Gunthars von Köln wird das Kölner Stift Sankt Kunibert erstmals erwähnt

    Auf dem nördlich des römischen Köln gelegenen Gräberfeld gründete oder erneuerte Bischof Kunibert eine dem heiligen Clemens geweihte Kirche, die vermutlich seine Grabkirche wurde. Spätestens für das 9. Jahrhundert ist der Beginn der Heiligenverehrung für Kunibert gesichert. 1168 Erhebung der Gebeine Kuniberts und Kanonisation. Mitte 11. Jahrhundert Neubau einer Kirche mit dreischiffigem Langhaus und Westbau, um 1215-1247 Neubau der Kirche von Osten nach Westen. Aufhebung des Stifts im Zuge der Säkularisation 1802.

  • 15.1.1147: Kreuzzugspredigt Bernhards von Clairvaux (um 1090-1153) in Aachen

  • 15.1.1474: Kaiser Friedrich III. (Regierungszeit als römisch-deutscher König 1440-1493, an 1452 als Kaiser) verleiht der Stadt Köln das recht, Gold- und Silbermünzen zu prägen

    Die Stadt wurde mit diesem Privileg den Kurfürsten gleichgestellt und zugleich aus der Bindung an ihren Erzbischof herausgebrochen. Dazu hatten die Kurfürsten zusammen mit anderen Reichsfürsten ihr Einverständnis geben müssen. Der Kölner Erzbischof Ruprecht war nicht gehört worden, er befand sich in offenem Aufruhr gegen das Reich und im Bund mit Burgund, weshalb am 24.3.1473 das Domkapitel Hermann von Hessen, den Dekan von Gereon, zum Stiftsverweser bestimmt hatte.

  • 15.1.1909: Arnold Janssen (geboren 5.11.1837 in Goch), der Gründer des Ordens der Steyler Missionare, stirbt in Steyl (Niederlande)

    Seit seiner Heiligsprechung am 5.10.2003 durch Papst Johannes Paul II. (Pontifikat 1978-2005) ist Arnold Janssen ein Heiliger der Katholischen Kirche. Sein Gedenktag ist der 15. Januar.

  • 15.1.1915: Der erste Truppenzug in Richtung Balkan verlässt den Kölner Hauptbahnhof

  • 15.1.1927: Start des offiziellen Programms der "Westdeutschen Funkstunde A.G." (Wefag) in Köln

    Die 1924 gegründete Funkstunde hatte zunächst in Münster den Betrieb aufgenommen und war 1926 nach Köln umgezogen. Dem Standortwechsel war ein heftiger Konkurrenzkampf zwischen Dortmund, Düsseldorf und Köln vorausgegangen; ausschlaggebend für Köln wurden die Bemühungen des Oberbürgermeisters Konrad Adenauer, der der Reichspost, die den Sender betrieb, ein geeignetes Grundstück zur Verfügung stellen konnte.

  • 16.1.1558: Jakobe von Baden, Tochter des Markgrafen von Baden, wird geboren

    Sie heiratete am 16.6.1585 den Jungherzog Johann Wilhelm von Jülich-Berg, der bei seinem Regierungsantritt 1592 bereits geisteskrank war und für den sie maßgeblich bis zu ihrer Inhaftierung im Düsseldorfer Schlossturm 1595 die Regierungsgeschäfte wahrnahm. Am 3.9.1597 wurde sie tot aufgefunden.

  • 16.1.1614: Der Rat der Stadt Köln genehmigt die Niederlassung der Unbeschuhten Karmeliten in Köln

    Erstes Kloster des Ordens auf deutschem Boden; Aufhebung im Zuge der Säkularisation 1802.

  • 16.1.1931: Johannes Rau wird in Wuppertal-Barmen geboren

    Der SPD-Politiker, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen (1978-1998) und achte Bundespräsident (Amtszeit 1999-2004) starb am 27.1.2006 in Berlin.

  • 16.1.1945: Die Hermann-Göring-Brücke über den Rhein bei Neuwied (heute Raiffeisenbrücke) stürzt nach einem Bombenangriff ein

  • 17.1.966: Kaiser Otto I. (Regierungszeit 936-973) bezeichnet in einer Urkunde für das Aachener Marienstift die Aachener Pfalz als den königlichen Hauptsitz diesseits der Alpen

  • 17.1.1642: Schlacht auf der Tönisheide bei Kempen

    Die einzige Schlacht des Dreißigjährigen Kriegs im Rheinland fand in der Phase des "Hessenkrieges" statt und endete mit der Niederlage der kaiserlichen Truppen.

  • 17.1.1814: Französische Truppen verlassen Aachen

  • 18.1.1814: Erscheinungsbeginn  der "Aachener Zeitung"

    Fortsetzung des seit 1811 bestehenden "Journal de la Roer" in der Müllerschen Stadtbuchdruckerei.

  • 18.1.1875: Gründung der Düsseldorfer Börse

    An diesem Tag fand die erste Düsseldorfer Börsenversammlung statt.

  • 20.1.1783: Die königlich-preußische Regierung in Kleve genehmigt die Errichtung eines reformierten Schullehrerseminars in Wesel

    Das Seminar, das am 18.11.1784 die Arbeit aufnahm, bestand bis 1806. Es sollte der Verbesserung der reformierten Lehrerausbildung im Herzogtum Kleve und in der Grafschaft Mark dienen. Den Vorschlag zur Errichtung hatte bereits 1769 der reformierte Prediger Christian Friedrich Baumann (1735-1793) im Entwurf zu einem Reglement für die reformierten Schulen in Kleve-Mark gemacht.

  • 20.1.1832: Fusion der Preußisch-Rheinischen mit der Mainzer Rhein-Main-Dampfschifffahrtsgesellschaft zur "Rheinischen Dampfschiffahrtsgesellschaft"

    Diese befuhr fortan den Rhein bis Straßburg, wo Anschluss an eine französische Dampfschifffahrtslinie bestand. Vor allem die Rheinromantik sorgte für eine schnelle Entwicklung des Personenverkehrs.

  • 20./21.1.1983: In Bonn und Paris finden aus Anlaß des 20-jährigen Bestehens des deutsch-französischen Freundschaftsvertrages Feiern statt

    Der französische Staatspräsident François Mitterrand (Amtszeit 1981-1995) sprach vor dem Deutschen Bundestag; am Tag darauf nahm Bundeskanzler Helmut Kohl (Amtszeit 1982-1998) an einer Feierstunde im Pariser Elysée-Palast teil.

  • 20.1.1945: Luftangriff auf Düsseldorf

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