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 Kalenderblatt 

 

 Rheinische Geschichte im September


     

    13.-20.9.1818: Aachener Monarchenkongress

    Der Kongress führte König Friedrich Wilhelm III. von Preußen (Regierungszeit 1797-1840), Kaiser Franz I. von Österreich (Regierungszeit 1804-1835) und Zar Alexander I. von Russland (Regierungszeit 1801-1825) zusammen. Am 9. Oktober trafen die vier Großmächte ein Abkommen mit Frankreich über die Räumung des besetzten französischen Gebiets bis spätestens 30.11.1818. Außerdem kam unter Beteiligung der internationalen Bankenwelt eine Herabsetzung der französischen Kriegsentschädigungen zustande. Mit dem Aachener Monarchenkongress kehrte Frankreich in den Kreis der das internationale System bestimmenden Großmächte zurück. Damit etablierte sich in der europäischen Politik die Vorherrschaft der fünf Großmächte.

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Ereignisse im September (6.9.-15.9.)

 

  • 6.9.1902: Eröffnung der Oper Köln

    Der Bau am Habsburgerring war seit 1900 im Stil der Neurenaissance nach Plänen des Architekten Carl Moritz (1863-1944) errichtet worden; 1943 stark beschädigt, wurden die restlichen Ruinen 1958 abgerissen. Zur Eröffnung 1902 wurde der dritte Akt von Richard Wagners (1813-1883) "Die Meistersinger von Nürnberg" gegeben.

  • 6.9.1919: In Köln findet eine deutsch-britische Konferenz über den Austausch von Kriegsgefangenen statt

  • 6.9.1933: Die "Rheinische Zeitung", das Hauptorgan der SPD für den Bezirk Obere Rheinprovinz, wird beschlagnahmt und verboten

    Die Aktion stand im Zusammenhang mit der Unterdrückung und Gleichschaltung der freien Presse durch die Nationalsozialisten. Am 10.3.1933 verfügte der Kölner Regierungspräsident die Schließung des August-Bebel-Hauses in Köln-Deutz, wo sich die Redaktion und die Druckerei der Zeitung befanden. Das Haus wurde kurz darauf unter Zwangsverwaltung gestellt und von dem nationalsozialistischen Presseorgan "Westdeutscher Beobachter" übernommen.

  • 6.9.1939: Die französische 4. Armee beginnt eine symbolisch und regional begrenzte "Offensive" im Vorfeld des Westwalls  (Raum Saarbrücken)

  • 6.9.1999: Eröffnung des LVR-Industriemuseums Schauplatz Bergisch Gladbach

    Schauplatz ist die Papiermühle Alte Dombach, in der bis 1900 produziert wurde.

  • 6.9.2009: Eröffnung des LVR-Kulturhauses Landsynagoge Rödingen

  • 7.9.1543: Vertrag von Venlo

    Er beendete den Geldrischen Krieg. Nach mehreren militärischen Misserfolgen unterzeichnete Herzog Wilhelm V. von Kleve im Feldlager vor Venlo einen Vertrag, der ihm unter anderem den Verzicht auf das geldrische Erbe und die dauerhafte Wahrung des katholischen Glaubens in den von ihm regierten Vereinigten Herzogtümern auferlegte.

  • 7.9.1797: Joseph Görres und Johann Heinrich Gerhards veröffentlichen in Koblenz einen Aufruf an die "Landleute des linken Rheinufers"

    Diese sollten sich für frei erklären und unter den Schutz Frankreichs stellen.

  • 7.9.1949: Bonn wird als provisorische Hauptstadt Sitz von Parlament und Regierung der Bundesrepublik Deutschland

  • 8.9.1767: August Wilhelm von Schlegel wird in Hannover geboren

    Der Schriftsteller, Shakespeare-Übersetzer und Professor für Literatur- und Kunstgeschichte an der seinerzeit noch jungen Universität Bonn, starb am 12.5.1847 in der Stadt am Rhein.

  • 8.-11.9.1862: Der 14. Deutsche Katholikentag findet in Aachen statt

  • 8.9.1869: Gründung des "Arbeitervereins zum hl. Paulus für Aachen und Burtscheid"

    Die Gründung des Kaplans Franz Eduard Cronenberg "sollte der sittlichen, materiellen und sozialen Hebung des Arbeiterstandes" dienen. Der Verein verhinderte bis 1878, dass die Sozialdemokratie in der Aachener Arbeiterschaft Fuß fassen konnte.

  • 8.9.1951: Die wiedererrichtete Köln-Mülheimer-Rheinbrücke wird eingeweiht

    Die Brücke war am 14.10.1944 nach Bombardierungen in den Rhein gestürzt. Nach Kriegsende hatte die US-amerikanische Besatzungsmacht als Übergangslösung an ihrer Stelle 1945 die Patton-Brücke angelegt. Bei der Einweihung anwesend war Bundeskanzler Konrad Adenauer, der als Kölner Oberbürgermeister den Bau der Brücke durchgesetzt hatte. Die 1927-1929 nach Entwürfen des Architekten Adolf Abels (1882-1968) gebaute Brücke war seinerzeit die größte Hängebrücke Europas gewesen. Dabei handelte es sich um eine versteifte Kabelhängebrücke, bei der 1949-1951 errichteten um eine echte Kabelhängebrücke.

  • 8.9.1959: Einweihung der Beethovenhalle in Bonn

    An der Eröffnung nahm Bundespräsident Theodor Heuss (Amtszeit 1949-1959) teil.

  • 8.9.1962: Eröffnung des neuen Kölner Schauspielhauses mit dem Schauspiel "Die Räuber" von Friedrich Schiller

    Der Entwurf für das Gebäude stammt wie das für die 1957 eröffnete Oper von Wilhelm Riphahn. 2009 hat sich der Kölner Rat nach jahrelanger Diskussion um Neubau oder Abriss von Opernhaus - ebenfalls ein Werk von Wilhelm Riphahn -und Schauspiel auf einen Kompriss geeinigt, wonach das Opernhaus saniert und das Schauspielhaus abgerissen wird.

  • 8.9.2008: Adelheid von Vilich (vor 970-um 1015) wird neben den römischen Märtyrern Cassius und Florentius zur dritten Bonner Stadtpatron erhoben

    Die Erhebung erfolgte seitens der römischen Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung.

  • 9.9.1744: Die "Trierische Staats- und gelehrte Zeitungen" erscheinen erstmals

    Diese erste Trierer Zeitung erschien bis 31.3.1745.

  • 9.9.1778: Clemens Brentano (gestorben 28.7.1842 in Aschaffenburg) wird in Koblenz geboren

    Mit seinen Rheinmärchen, die den Burgruinen zwischen Mainz und Koblenz neues Leben einhauchten, und der Erfindung der Loreley, einer Zauberin aus Bacharach, die durch ihren Gesang und ihre Schönheit die Rheinschiffer in ihren Bann zieht, gab er entscheidende Impulse für die Rheinromantik des 19. Jahrhunderts und war neben Achim von Arnim (1781-1831) der Hauptvertreter der sogenannten Heidelberger Romantik.

  • 9.9.1816: Preußen tritt an den Landgrafen von Hessen-Homburg den Kanton Meisenheim ab

    Außerdem die Gemeinden Bärenbach, Becherbach, Otzweiler und Hoppstädten. Sie bildeten das Oberamt Meisenheim innerhalb der Hessen-Homburgischen Verwaltung. 1866 erlosch die Hessen-Homburgische Linie, das Oberamt fiel an den Großherzog von Hessen-Darmstadt, der unter anderem Hessen-Homburg und damit das Oberamt Meisenheim am 3.9.1866 an Preußen abtrat. Am 24.12.1866 wurde das Gebiet mit Preußen vereinigt, das Besitzergreifungspatent stammt vom 12.1.1867. Mit Erlass vom 15.9.1869 wurde Meisenheim als Landkreis dem Regierungsbezirk Koblenz eingegliedert. Am 1.10.1932 wurde der Kreis Meisenheim aufgelöst und dem Kreis Kreuznach zugeschlagen.

  • 9.9.1825: König Friedrich Wilhelm III. von Preußen (Regentschaft 1797-1840) übergibt sechs der geplanten elf Forts der Kölner Festungsbauten ihrer Bestimmung

    Rheinschanze, Großfürst Nikolaus, Erbgroßherzog Paul von Mecklenburg, Frinz Friedrich der Niederlande, Prinz Heinrich von Preußen und Prinz Wilhelm von Preußen wurden die Forts getauft, die ab 1817 gebaut worden war, nachdem Köln 1815 preußische Festungsstadt geworden war.

  • 10.-14.9.1865: Der 17. Deutsche Katholikentag findet in Trier statt

  • 10.9.1961: Der Rennfahrer Wolfgang Graf Berghe von Trips (geboren 5.8.1928 in Köln) verunglückt beim Großen Preis von Italien in Monza tödlich

  • 11.9.813: Karl der Große krönt in Aachen Ludwig den Frommen (778-840) zum Mitkaiser Karls des Großen (Kaiser 814-840)

  • 11.9.1740: Treffen des preußischen Königs Friedrich II. (Regierungszeit 1740-1786) und des französischen Philosophen Voltaire (1694-1778) auf Schloss Moyland bei Kleve

  • 11.-12.9.1804: Napoleon I. besichtigt in Jülich die Befestigungsanlagen und reist weiter über Krefeld nach Geldern und Venlo

    Dort erkundete er die Möglichkeiten für eine Kanalverbindung zwischen Maas und Rhein. Anschließend reiste er nach Köln.

  • 11.9.1817: Denkschrift des Kölner Rates an König Friedrich Wilhelm III. von Preußen (Regentschaft 1797-1840)

    Darin wurde um Beibehaltung des französischen Rechts- und Verwaltungssystems gebeten.

  • 11.9.1856: Prüm erhält die Rheinische Städteordnung verliehen

  • 11.9.1944: Eupen und Malmedy in amerikanischer Hand

    Zwischen Aachen und Metz wurde im Wesentlichen die Westwall-Stellung der deutschen Truppen eingenommen.

  • 12.9.1652: Jan von Werth (geboren 1591 in Büttgen bei Neuss), genialer Kavalleriegeneral des Dreißigjährigen Krieges, stirbt in seiner nordböhmischen Herrschaft Benatek

  • 12.9.1864: Die preußischen Polizeibehörden beschlagnahmen auf einem Schiff auf dem Rhein den Sarg mit Ferdinand Lassalle

    Der sozialdemokratische Politiker (geboren 1825) war am 31. August in Genf an den Folgen eines Duells um eine Frau gestorben. Seine treue Freundin, Gräfin Sophie von Hatzfeld, beabsichtigte, den Leichnam Lassalles in einem Triumphzug durch alle Städte zu führen, in denen sich bereits Ableger des 1863 von Lassalle gegründeten Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins gebildet hatten. Nach spektakulären Totenfeiern in Frankfurt am Main und Mainz erreichte Sophie am 12. September den Düsseldorfer Bahnhof, von wo aus der Leichnam per Dampfboot über den Rhein nach Köln gebracht werden sollte. Dieses Vorhaben wurde jedoch auf Intervention der Mutter Lassalles von der Polizei vereitelt. Lassalle wurde in seine Heimatstadt Breslau gebracht, wo er fast heimlich begraben wurde. Trotz des Scheiterns des Leichenzugs war damit der Lassalle-Kult geschaffen worden, der zu einem wichtigen Integrationsmittel für die Arbeiterbewegung wurde.

  • 12.9.1944: Im Frontabschnitt westlich der Our erscheinen amerikanische Spähtrupps bei Stolzembourg und betreten erstmals deutschen Boden bei Keppeshausen

  • nach dem 13.9.1125: Erzbischof Friedrich I. von Köln krönt in Köln Richenza (gestorben 1141), Gemahlin König Lothars III. von Supplinburg (Regierungszeit 1125-1137), zur Königin

    Der Erzbischof hatte am 13. September den König in Aachen gekrönt.

  • 13.9.1577: Amtsverzicht des Kölner Kurfürsten und Erzbischofs Salentin von Isenburg

    Salentin trat in den weltlichen Stand über, um den Fortbestand seiner im Westerwald beheimateten gräflichen Familie zu sichern.

  • 13.9.1802: In den vier rheinischen Départements (Rur, Rhein-Mosel, Saar und Donnersberg) wird die französische Verfassung vom 4.8.1802 eingeführt

  • 13.-17.9.1804: Napoleon I. in Köln

    Der Kaiser wohnte mit Gattin Joséphine (1763-1814) im Blankenheimer Hof auf dem Neumarkt. Während seines Aufenthalts bestätigte er der Stadt das (nicht mehr zeitgemäße) Stapelrecht und das Freihafenprivileg; außerdem nahm  er die Rheinmetropole in die "bonnes villes" Frankreichs auf. Napoleon besuchte am 5.11.1811 Köln ein zweites Mal.

  • 14.9.1797: Die Republikaner pflanzen auf dem Paradeplatz in Koblenz einen Freiheitsbaum und rufen die Republik aus

    Am 25.9.1797 wurde der Koblenzer Magistrat abgesetzt und durch Mitglieder der cisrhenanischen Förderation ersetzt. Die Cisrhenanen fanden jedoch wenig Anhänger in der Bevölkerung, die die Abberufung des neuen Magistrats forderte. Die französische Verwaltung hielt dennoch bis Frühjahr 1798 an der cisrhenanischen Stadtverwaltung fest. Inzwischen war die Entscheidung über den Anschluss des linken Rheinufers an Frankreich gefallen.

  • 14.9.9 v. Chr.: Drusus (geboren 38 v.Chr.) stirbt nach einem Sturz vom Pferd östlich des Rheins

    Er befand sich auf dem Rückweg von der Elbe. Sein Bruder Tiberius (42 v.-37 n. Chr.) übernahm das Kommando in Germanien.

  • 14.9.1814: Die Nordhälfte des mittelalterlichen Fassadenplans des Kölner Domes wird in Darmstadt wiedergefunden

    Der Plan von circa 1300 - wohl die bedeutendste mittelalterliche Architerkturzeichnung überhaupt - war in den Wirren der Revolution verloren gegangen. Auffinder war der hessische Oberbaudirektor Georg Moller (1784-1852), der 1811 den Dom besichtigt hatte. Die Südhälfte des Plans erwarb Sulpiz Boisserée 1815 in Paris.

  • 14.9.2007: Eröffnung von "Kolumba. Kunstmuseum des Erzbistums Köln"

    Gegründet 1853 vom "Christlichen Kunstverein" als Erzbischöfliches Diözesanmuseum, das 1860 einen Neubau am heutigen Roncalliplatz erhielt. Nach dessen Zerstörung im Bombenkrieg 1943-1945 wurde das Museum 1972 in einem Neubau an gleicher Stelle wiedereröffnet. Seit 1989 ist das Museum in Trägerschaft des Erzbistums Köln. Der Neubau des Schweizer Architekten Peter Zumthor (geboren 1943) an der Kolumbastraße bezieht die Reste der kriegszerstörten Pfarrkirche Sankt Kolumba mit der Kapelle "Madonna in den Trümmern" wie auch die Ausgrabungen unter der Kirche ein.

  • 15.9.1279: Der Kölner Erzbischof Siegfried von Westerburg verleiht Lechenich (heute Erftstadt) Stadtrechte

  • 15.9.1817: Jakob Anton Mayer (1782-1836) gründet in Aachen eine Buchhandlung und einen Verlag

    In dem Verlag erschien seit 1822 die Stadt-Aachener Zeitung; diese schied am 30.6.1872 aus dem Verlag aus, Ende September 1888 stellte sie das Erscheinen ein.

  • 15.9.1856: Durch königliche Kabinettsordre wird die simultane Nutzung des Altenberger Domes verfügt

    Diese trat am 3.7.1857 in Kraft.

  • 15.9.2000: Eröffnung des LVR-Industriemuseums Schauplatz Euskirchen

    Schauplatz ist im Ortsteil Kurchenheim die Tuchfabrik Ludwig Müller, die im Juni 1961 ihre Pforten schloss.